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Ricardo
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Tödlicher Biss - Forscher jagen die giftigste Spinne der Welt
Die australische Funnel Web mit dem lateinischen Namen Atrax robustus ist die giftigste Spinne der Welt. Speziell die in Sydney lebende Art gilt als die gefährlichste.
Trichternetzspinnen bevölkern die Erde schon seit 80 Millionen Jahren. Sie leben vorwiegend in Wäldern an der Ostküste Australiens, wo sie kaum mit Menschen in Berührung kommen. Anders dagegen in der australischen Metropole Sydney. Hier müssen sich die Spinnen ihren Lebensraum mit Menschen teilen - und unerwünschte Begegnungen zwischen beiden bleiben nicht aus. Zwar verlassen gerade die weiblichen Tiere ihren Bau nur selten, doch starke Regenfälle etwa sind in der Lage, die Spinnen aus ihrem Bau zu spülen. Dann sind sie gezwungen, nach neuen Behausungen Ausschau zu halten und zuweilen Unterschlupf in menschlichen Häusern zu suchen.
Wenn Atrax robustus zubeißt
Neben ausgehöhlten Baumstämmen wohnen Funnel Web Spinnen auch gerne in Gärten. So kann es passieren, dass Menschen während harmloser Gartenarbeiten auf einen giftigen Mitbewohner stoßen. Greift die Spinne an und beißt zu, heißt es Ruhe zu bewahren, einen Druckverband anzulegen und den nächsten Arzt aufzusuchen. Gefährlich für den Menschen ist nur ein einziger Bestandteil des Spinnengiftes. Es ist das Nervengift Atraxotoxin, das die Kontrolle über die Muskulatur und über die Atmung lähmt. Sobald das Gift das Herz erreicht, ist eine Rettung unmöglich. Jedoch: Seit 1981 besitzt jeder Arzt in Australien das passende Gegengift. Seither muss niemand mehr an einem Spinnenbiss sterben.
Tödlicher Biss - Gift gegen Schmerzen?
Das Gift der Funnel Web Spinne ist äußerst komplex: Es besteht aus 40 bis 100 unterschiedlichen Komponenten. Jede Funnel Web Art verfügt wieder über eine andere Zusammensetzung des Giftes. Auch unterscheidet sich das Gift der Spinnenmännchen von dem der Weibchen in seiner Stärke. Männliches Gift ist etwa fünf Mal so stark wie weibliches.
Der Ursprung des Giftes
Die bevorzugte Beute der Funnel Web Spinne: der Tausendfüßler. Diese Tiere produzieren jedoch eine toxische Substanz, die ihren Feinden schadet. Die Spinne war deshalb gezwungen, selbst ein Gift zu entwickeln, das schneller und stärker wirkt als das Gift ihrer Leibspeise.
Gift im Dienst der Wissenschaft
Dem Forscher Dr. David Wilson von der Biopharmafirma XENOME in Brisbane ist es gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, das die genaue Aufschlüsselung des Spinnengiftes ermöglicht. In einem nächsten Schritt testete er alle einzelnen Giftbestandteile auf ihre Wirksamkeit. Das passiert vor allem mit Hilfe von Bakterienkulturen. Sein Ziel: Er will untersuchen, ob eine der Giftkomponenten medizinisch – zum Beispiel in der Schmerztherapie – einsetzbar ist. Die Untersuchungen dauern derzeit noch an.
Resource:http://www.weltderwunder.de/wdw/Tiere/Tierarten/Toedlicher_Biss/
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