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ptothehil

Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Hamburg

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Hallo alle zusammen,
mein Name ist Philipp Paysen, ich bin Schüler der elften Klasse an der GSH in Hamburg.
Nun müssen alles Schüler des elften Jahrgangs eine Projektarbeit erarbeiten.
Ich habe mich für das Thema Auswandern entschieden(Infos eurer seits sind immer gern gesehen).
Meine Bitte ist nun, schreibt mir doch bitte EURE Gründe die euch bewegt haben oder es noch tun auszuwandern!
ICH FREU MICH ÜBER JEDEN BEITRAG UND JEDEN GRUND!!!!!!!!
Mit freundlichen Grüßen
Phil
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peterkrooss

Alter: 37
Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beiträge: 13

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Hallo Philipp
Du möchtest wissen warum ich das Land verlassen möchte.
Also ich verlasse das Land weil ich nicht mehr mit der politischen Situation mehr einverstanden bin. Ich gehe zwar immer wieder wählen aber die Politiker gehen nicht mehr verantwortungsvoll um mit unserer Stimme.
Desweiteren sind da noch die hohen steuerlichen Belastungen und die allgemeinen hohen sozialen Belastungen. Wie z.B. die hohen Beiträge für die Krankenkasse. Es ist meine persönliche Meinung. Wenn sich in diesen Land nicht bald etwas ändert dann wird Deutschland irgendwann mal das Armenhaus Europas werden. 10% der Deutschen leben in der so genannten Unterschicht. Ich denke das wird in den nächsten Jahren immer mehr werden. Ich möchte aber auch gerne mal andere Kulturen und auch andere Arbeitsweisen kennen lernen. Ich habe schon in Schweden und in Frankreich gearbeitet aber leider waren es nicht für mich die richtigen Länder. Ich habe zwar einen guten Job in der Luftfahrindustrie aber ich möchte auch mal meine Träume ausleben.
OK zurück zu deiner Frage. Ich habe mindestens ein Jahr überlegt will ich das Land verlassen oder nicht. Nach dem ich bei der dritten Firma wo ich angestellt war und sie pleite gegangen ist, war mir persönlich klar hier in Deutschland gibt es keine Zukunft mehr. Und deshalb suche ich mein Glück in der Fremde. Das es nicht einfach ist, das ist mir klar aber ich denke es wird schon klappen.
Aber ich möchte dir noch sagen das es in Deutschland für mich persönlich keine Zukunft mehr gibt. Denn die Regierung hat meiner Meinung nach immer wieder versagt. Da unsere Deutschen Politiker ja nur Marionetten der Industrie sind und sie nur noch von den Lobbyisten gesteuert werden.
Ich gehe zwar immer wählen, aber die Partei die ich meine Stimme gebe, geht leider nicht verantwortungsvoll mit meiner Stimme um. Ich habe die Partei gewählt die meiner Meinung nach das bessere Programm hat um Deutschland nach vorne zu bringen. Aber leider wurde ich enttäuscht. Sie hat ihre Wahlversprechen nicht gehalten. Na ja davon abgesehen haben sie noch nie Versprechen gehalten.. Ich denke wenn es so weiter geht wird es mit Deutschland sehr schlecht gehen, Denn die vielen Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen Überlege mal der Staat macht pro Sekunde 2113 Euro Schulden. Eine stolze Zahl. Ich stelle mir auch die Frage warum muß ich noch immer den Soli-Zuschlag bezahlen, obwohl im Osten doch alles erneuert wurde wie Straßen Gebäude usw. Heute wird er nur noch verwendet um die Schulden zu bezahlen.
Und selbst das Geld reicht nicht mal. Nächsten Beispiel Bremen. War bei der umstrittenen
500.000 Euro-Zuwendung des Bremer
Senats an die Günter-Grass-Stiftung
Haushaltsuntreue im Spiel? Die Staatsanwaltschaft
Bremen, der der Bund der
Steuerzahler Niedersachsen und Bremen
e. V. den Vorgang im Oktober 2004
angezeigt hatte, sieht „zureichende tatsächliche
Anhaltspunkte für einen Verstoß
gegen zwingende Haushalts vorschriften
und damit für das Vor liegen
einer Untreue (§ 266 StGB)". Sie teilte
Anfang Juli 2005 mit, ein Ermittlungsverfahren
gegen den Leiter der Bremer
Senatskanzlei, Staatsrat Hoffmann, eingeleitet
zu haben. Dem Vorgang liegt
folgender Sachverhalt zu Grunde: Als
Gegenleistung für die Auf gabe bzw.
Nichtgeltendmachung eines Rechts in
Bezug auf die Haltung von Anteilen der
Stadtwerke Bremen AG leistete der Energiekonzern
E.ON - quasi als Ablösesumme
- im Dezember 2003 an die BVV
Bremer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft
mbH (100-prozentige Tochtergesellschaft
der Freien Hansestadt
Bremen) 20 Mio. Euro. E.ON wollte
Stadtwerke-Aktien weiterveräußern,
was Bremen wegen vertraglich vereinbarter
Halteverpflich tungen hätte verhindern
können. Von der Abstandszahlung
waren 15 Mio. Euro ausdrücklich
für die International University Bremen
GmbH zweckbestimmt. Die verbleibenden
5 Mio. Euro wurden ohne Zweckbestimmung
an die BVV gezahlt, die
den Betrag später an die Freie Hansestadt
Bremen weiterleitete. Bremens
Bürgermeister Scherf und einige Senatoren
waren der Auf fassung, die E.ONGelder
von 5 Mio. Euro am Haushaltsgesetzgeber
vorbei, sozusagen in trauter
Runde, verteilen zu können. Der
Leiter der Senatskanzlei, Staatsrat Hoffmann,
behauptete wahrheitswidrig, die
E.ON-Zahlung von 5 Mio. Euro sei an
besondere Zwecke geknüpft. Er bat das
Finanzressort am 2. Februar 2004 unter
Vorspiegelung falscher Tatsachen, für
die Günter-Grass-Stiftung 500.000 Euro
aus der E.ON-Zahlung bereitzustellen,
was kurz darauf geschah. Die Mittel
wurden noch im Februar 2004 an die
Stiftung ausgekehrt. Um E.ON-Gelder
rasch „unter die Leute zu bringen“, war
in Bremen offensichtlich jedes Mittel
recht.
Ich gehe davon aus das es so weiter gehen wird das die Politiker immer mehr Steuergelder verbraten werden. Und da zahle in diesen Land ungern noch Steuern. Ok man kann jetzt noch Stundenlang darüber diskutieren warum ich auswandern will. Kurz gesagt ich möchte mehr Geld verdienen, andere Kulturen kennen lernen und einfach mal das Leben von einer anderen Seite sehen.
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peterw

Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 34

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Hi Phil
Wir sind jetzt seit 17 Jahren aus Deutschland raus, und rueckblickend haben wir nur einen Fehler gemacht: nicht noch frueher ausgewandert zu sein. Unsere Entscheidung auszuwandern basierte auf folgenden Gruenden: Umwelt, Lifestyle, persoenlich, finanziell, Karriereaspekt und weil wir eine Familie aufbauen wollten.
Umwelt: Tschernobyl, verdreckte Fluesse, Smog, miserables Klima (im Vergleich zu den klassischen Urlaubszielen wie Spanien), waren hier wohl die ausschlaggebenden Punkte.
Lifestyle: Fuer alles braucht man eine Lizenz in Deutschland, Angeln, Tauchen, Boot fahren, Anhaenger ans Auto haengen, ueberall der Ripoff fuer nichts. Ausser vielleicht aus Versicherungsgruenden beim Tauchen ist nirgendwo in Oz eine Lizenz verlangt. Oh, beim Angeln gibt es Beschraenkungen: 2 Lobster und 4 Snapper und 40 Reef Fishes und und und - pro Tag pro Person. Ist wohl keine echte Beschraenkung.
Das Leben in Oz ist viel relaxter (ausser in Sydney und Melbourne), man hat Platz fuer sich selbst, wir laufen runter zum Strand in 5 minuten, haben ein voll bezahltes wunderbares Haus (mehr davon im Paragraph "Finanzen"), jeden Tag nach Feierabend haben wir Urlaub, das Klima ist fantastisch, und hinter dem Haus stehen ein Caravan, Kanus, Surfboards, und all die notwendingen Sachen fuer einen "basic lifestyle".
Finanziell + Famile aufbauen: In Deutschland hatten wir ein Haus, Zinsen zu zahlen bis 65 Jahre (bis dahin hat man den vierfachen Wert des Hauses an die Bank gezahlt). Wenn wir eine Familie gruenden wollten haetten wir das Haus nicht mehr tragen koennen, also zurueck in eine Mietwohnung. Zusaetzlich bedeuteten Kinder in 1989 weniger als ein Zweitwagen oder der Haushund und waren eher laestig als willkommen. In Oz sind Kinder die Helden, jedes Restaurant kuemmert sich um die Knirpse, und Kind sein in Oz ist einfach grossartig (das selbe in Neuseelend). Wir haben ohne uns abzurackern und ohne grosse Finanzen von Deutschland mitzubringen unser Haus in 12 Jahren abbezahlt. Dabei fahren wir jedes Jahr mehrfach in Urlaub, haben Caravan und (hatten) ein Boot (haben wir neulich verkauft, reicht jetzt mit dem boating), zwei Autos (davon eines ein 6-zylinder um den Caravan zu ziehen), unser Kind geht auf die Privatschule, und wir koennten theoretisch ohne Probleme mit 57 in Rente gehen. Ohne uns krummzulegen (und dann waere es fraglich gewesen) haetten wir diese Dinge in Deutschland nie erreicht.
Karriere: In Deutschland haben wir uns angestrengt, weitergebildet, abgerackert, und kamen nicht weiter. Nachdem wir in Oz einige Lizenzen und Scheine nachgesessen hatten und australische Berufserfahrung gesammelt hatten (dauerte so 4 Jahre) ging die Post ab. OK, wir bekamen anfangs auch nicht die Dream Jobs, aber was wir verdienten war mehr als genug. Innerhalb von 5 Jahren nach der zusaetlzlichen Ausbildung kletterte ich die Leiter hoch, von IT Systems Engineer zum IT Manager eines Netzwerks, das ganz West Australien umspannt.
Hoffe das hilft Dir etwas. Muss losfahren, es ist 17:00, und der Strand wartet.
Cheers
P
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ptothehil

Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Hamburg

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vielen dank für deine antwort. es wird mir sicher weiter helfen!!!
ach und das hört sich wirklich sehr sehr beneidenswert an und macht lust zum auswandern.
nohcmals vielen dank und viel glück noch
phil
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peterw

Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 34

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Phil
Noch eines:
Wir haben viele Auswanderungswillige oder "active" Auswanderer getroffen, die auswandern mit weglaufen verwechselten. Wenn man Probleme in Deutschland hat, dann wird man wahrscheinlich den ganzen Ballast mit sich schleppen und aehnliche Probleme in Oz entwickeln. Auswandern ist eine Mentalitaetssache, und es muss gut geplant werden. Auswandern heisst Umstellung, Angleichen an eine Kultur, die speziell auf Deutsche nicht wartet, und die ohne Deutsche sehr gut zurecht kommt. Das Zielland wird sich nicht aendern nur weil ein Auswanderer sein Glueck finden will. Dem Zielland ist es ziemlich egal, ob Du zufrieden oder erfolgreich in Deiner neuen Heimat bist. Das Zielland wird Dir keine Loesung fuer Probleme anbieten, Du musst die Loesung selbst finden und dafuer etwas tun.
Viele Deutsche glauben weil sie so tolle Papiere und Ausbildungsnachweise haben werden sie sofort einen Job in Oz finden. Kann schon sein, aber entweder ist der erste Job nicht in Deinem bisherigen beruflichen Umfeld, oder er ist ziemlich schaebig bezahlt, und/oder Du musst erst mal Australische Scheine nachsitzen und 2 Jahre bueffeln.
In meinem Fall (ich war in Deutschland im IT Bereich taetig) war der erste Job Campervans am Flughafen zu vermieten. Und manchmal startete ich um 3 Nachmittags und kam um 3 Uhr morgens heim. Das alles fuer 7 Dollar die Stunde. Statt nun rumzumaulen dass die Australier keine Ahnung vom deutschen ausbildungsstandard hatten (warum sollten sie auch, sie sind schliesslich Australier) begann ich das Geld in meine Ausbildung zu investieren. Vieles was ich "lernte" war die Widerholung von Kursen in Deutschland, aber speziell in der Sprachgewandtheit machte ich dadurch riesen Fortschritte. Nach drei Jahren hatte ich alle moeglichen Industrie Zertifikate gesammelt, konnte (wenn auch berufsfremde) australische Arbeitserfahrung nachweisen, und von nun an ging es bergauf.
Wer aus Deutschland auswandert um Deutsche in Oz zu treffen, seine deutschen Sitten aufrecht zu erhalten versucht, sich nicht daran gewoehnen kann, dass die Regeln in Oz anders sind, und permanent zitiert "aber in Deutschland war das besser", der sol eben in Deutschland bleiben.
Der wichtigste Satz fuer potentielle Auswanderer ist: Australien braucht Dich nicht, aber vielleicht brauchst Du Australien. Also benimm und aendere dich dementsprechend wenn Du ankommst.
Cheers
P
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drkucho

Anmeldungsdatum: 01.12.2008
Beiträge: 6

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| hallo peter, würde mch sehr gerne via mail austauschen. bin schon lange am "zaudern" da ich sehr gerne nach oz will, das dt. sicherheitsdenken mich aber immer wieder skeptisch stimmt. wäre super wenn du du dich meldest
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